Die Uhren-Branche gilt als eine der zurückhaltendsten, was den Verkauf über digitale Kanäle angeht. Erst seit etwa 2017 kam mehr Bewegung rein: Erstmals wurde der Entwicklung digitaler Kanäle in Deloittes «Swiss Watch Industry Study» Beachtung geschenkt sowie von den Führungskräften hoch priorisiert:

 The development of digital channels is now the second most important strategy of watch executives after the introduction of new products.

Während sich die Traditionellen Hersteller und Händler mit dem Online-Vertrieb schwer getan haben, witterten andere schon länger ihre Chance und nahmen das Heft in die Hand.

Zwei Uhrenfans mischen den Markt auf

Einer davon war Philipp Man (28), CEO und Gründer von Chronext, einem Online-Marktplatz für Luxusuhren. Dieser bietet inzwischen 26’000 Uhren an und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von CHF 65 Mio..

Die Idee für die Luxus-Plattform entstand am Küchentisch in der Wohngemeinschaft von Philipp Man und Ludwig Wurlitzer, beide Studenten an der University of Cambridge, beide 22 Jahre alt, beide Uhrenfans. Daraus geworden ist Chronext, mit dem erklärten Ziel, international die erste Adresse zu werden für alle, die eine Uhr kaufen, verkaufen oder gewartet haben wollen.

Der Occasions-Uhren-Markt boomt

Chronext ist nicht der einzige Verkäufer von Secondhand-Uhren, oder, wie man es in der Branche beschönigend auch ausdrückt, Pre-ownedPreloved-Uhren.

Den Markt teilt sich das Start-up unter anderem mit dem grossen Mitbewerber Chrono24 sowie Watchfinder (Richemont) oder Watchbox.

Und nun auch mit dabei: Bucherer. Der wichtigste Uhrenhändler der Welt steht gemäss Handelszeitung kurz vor dem europaweiten Einstieg ins Secondhand-Business. 2018 hat der Uhren- und Schmuckhändler den US-amerikanischen Luxusuhrenhändler Tourneau gekauft, der seinerseits ein starkes Occasions-Geschäft hat.

Mit dem Einstieg Bucherers ins sogenannte Certified-pre-owned-Geschäft kommt nochmals mehr Dynamik auf. Und es zeigt auch, wie vielversprechend und wichtig das Thema Pre-owned auch für traditionelle Händler und Hersteller ist.

Philipp Man im Interview an der Connect

Die Erfahrung hat uns gelehrt: Als traditionelles Unternehmen eine Plattform aufzubauen, ist nicht ganz einfach. Da lohnt es sich, über Zukäufe und Beteiligungen nachzudenken. So brodelt denn auch die Gerüchteküche, dass laut Handelszeitung Bucherer mit Chronext bereits das Gespräch gesucht haben soll.

Philipp Man, CEO und Gründer von Chronext, steht uns Red und Antwort an der Connect – Digital Commerce Conference
Philipp Man, CEO und Gründer von Chronext, steht uns Red und Antwort an der Connect – Digital Commerce Conference

Wir jedenfalls  möchten von Philipp Man wissen, was es denn braucht für den erfolgreichen Aufbau einer Second-hand Luxusuhren-Plattform? Welches sind die Herausforderungen und Learnings? Die Antworten darauf hören wir am 22. Mai im Panel „Wie baut man eine Plattform im Luxussegment?“ im X-Tra in Zürich.

Stark limitierte Ticket-Kontingente

Der Platz für die Konferenz ist beschränkt. Die Early-Bird-Kontingenten für Händler und Hersteller sind bereits ausverkauft. Tickets zu regulären Preisen können jetzt hier im Vorverkauf gekauft werden.

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